Eingesetztes Kartenmaterial

Je nach GPS-Gerätetyp kommen unterschiedliche Kartenarten zum Einsatz. Während manche GPS-Empfänger die Möglichkeiten der Anzeige von Karten überhaupt nicht besitzen, sie zeigen nur Wegpunkte und Streckenverläufe an, verwenden andere vektororientierte Kartendarstellung, und Pocket PCs verwenden für den Outdoor-Betrieb in der Regel Rasterkarten in Bitmap-Formaten. Hier werden kurz einige Anbieter von Kartenmaterial sowie der Einsatz verschiedener Kartenarten beschrieben.

Magic Maps

 

Das Kartenmaterial der Firma Magic Maps bietet topographische Karten im Maßstab 1:25000 aller deutschen Bundesländer an. Es sind Rasterkarten, die auch die kleinsten Feldwege enthalten. Geeignet sind die Karten sowohl für die Tourenvorbereitung zuhause, wie auch für den Gebrauch  mit Pocket-PCs samt passender Software, die den Import  von Ausschnitten der Gesamtkarte erlauben.  Die Magic Maps Karten sind in ein Programm integriert, das  Tourenplanung sowie die Übertragung von Touren auf GPS-Empfänger erlaubt. Auch ist die Einbindung der Karten in das Programm Fugawi möglich.
 

TOP 50 Karten  des LVA

 

Diese Karten des Landesvermessungsamtes im Maßstab 1:50000 sind recht beliebt und werden von vielen Programmen unterstützt. In ihrer Art entsprechen sie den MagicMaps Karten, sind also auch topographische Rasterkarten. Selber habe ich (noch) keine dieser Karten im Einsatz. Wie die von MagicMaps decken auch sie das gesamte Bundesgebiet ab. Und vermutlich werden auch sie, wie fast alle länderspezifischen Karten, das große Manko haben, genau an den Landesgrenzen  zu Ende zu sein. Wenn man,  wie ich, im Grenzgebiet von Deutschland-Belgien-Niederlanden wohnt, kann man Touren auf diesen Karten nur bis zur Landesgrenze planen.  Abhilfe schaffen da aber die unten beschriebenen, selbst erstellten Karten.
 

Tele Atlas

 

Dies sind Vektorkarten, die im Zusammenhang mit der Software Fugawi vertrieben wird. Es handelt sich jedoch nicht um topographische oder Wanderkarten, sondern um Straßenkarten.  Die meisten europäischen Länder werden abgedeckt. Detaillierte Stadtpläne sowie das gesamte Straßennetz sind mit den Karten abgedeckt.  Im Fugawi-Paket ist eine Gesamt-Europakarte enthalten, die  die wichtigsten Straßen enthält, aber nicht ganz so detailliert ist wie die einzelnen Länder-CDs. Die Karten, die nur innerhalb von Fugawi genutzt werden können, sind zum Einsatz beim wandern wenig geeignet. Dazu sind sie leider nicht detailliert genug, sie enthalten nur das Straßennetz der jeweiligen Länder. Gut geeignet dagegen sind sie als Referenzkarten, wenn man die Möglichkeit von Fugawi nutzt, herkömmliche Papierkarten einzuscannen und GPS-tauglich zu machen. Mit Hilfe der Tele Atlas Karten lassen sich so leicht Referenzpunkte für die Papierkarte ermitteln und diese selbst erstellten Karten so "eichen". Zudem läßt sich in ugawi die selbst erstellte Karte mit der Tele Atlas Karte überlagern, die Genauigkeit des durchgeführten Eich-/Kalibrierungsvorgangs läßt sich so gut überprüfen.
 

Garmin Mapsource Karten

 

Dies sind Vektorkarten für unterschiedliche Zwecke. Straßenkarten und Stadtpläne sind ebenso erhältlich wie auch topographische Karten für die Verwendung beim wandern. Durch das Vektorformat läßt sich beliebig in die Karten hineinzoomen, ohne an Deutlichkeit zu verlieren. Die Mapsource-Serie ist allerdings nur für Garmin-Geräte zu benutzen.
 

Gescannte Karten

 

Innerhalb von Fugawi (und anderer, von mir nicht genutzter Programme) ist es möglich, beliebige Papierkarten einzuscannen, zu kalibrieren (eichen) und somit GPS tauglich zu machen. Dies ist sehr sinnvoll, da es nicht für jedes Gebiet, in dem man sich bewegen möchte, fertiges digitales Kartenmaterial gibt. Mit nur wenig Aufwand lassen sich aber so beliebige Karten für den eigenen GPS-Empfänger nutzen.  Man benötigt nur drei Bezugspunkte auf der Karte, deren GPS-Koordinaten man kennen muß, und schon kalibriert die Software die ganze Karte so,  dass man nun die GPS-Position jedes Punktes auf der Karte ersehen kann. Die so selbst erstellten digitalen Karten kann man dann am PC für die Tourenplanung nutzen und, im Falle, dass man einen Pocket-PC als GPS-Empfänger nutzt, kann man die Karten auf das Gerät übertragen und  dort als digitale Karte einsetzen. Ein Vorteil gescannter Karten ist natürlich auch der Preis. Mit ein wenig Mühe besitzt man Karten fast zum Nulltarif, da man  vorhandene Papierkarten nutzen kann. Käufliche digitale Karten dagegen sind dagegen nicht ganz preiswert.
 

Gezeichnete Karten

 

Eigentlich dasselbe Vorgehen wie bei den gescannten Karten.  Oft findet man in Wanderführern ja gezeichnete Skizzen eines Wegeverlaufs. Wenn dies eine maßstabsgerechte Zeichnung darstellt, zumindest nahezu maßstabsgerecht, kann man diese auch entweder abscannen oder mit einer Digital-Kamera abfotografieren, in Fugawi importieren und dort kalibrieren, und dann für Tourenplanung und GPS-Gerät nutzen.
 

Bitmap-Karten anderer Quellen

 

Es gibt, je nach verwendetem Programm, auch die Möglichkeit, Karten anderer Quellen, wie zum Beispiel aus dem Internet, zu nutzen, um diese mit GPS-Geräten einsetzen zu können. Selbst abgespeicherte “Screenshots” sind nutzbar. Solche Bitmap-Karten müssen dann nur noch eingeeicht werden und sind dann für den GPS-Einsatz geeignet, obwohl ihre Qualität nicht an die käuflich erworbenen digitalen Kartenmaterials heranreichen kann.
 

Blanko-Karten

 

Sozusagen überhaupt keine Karten. Es handelt sich um ein leeres Kartenblatt. So eine Karte kann man auch mit Fugawi anlegen. Man muß das leere Blatt dennoch "georeferenzieren", also auch GPS tauglich machen. Diese Karte, einsetzbar auf Pocket PCs, zeigt dann nur die  entweder während es Gehens aufgezeichneten Spuren oder die auf den Pocket PC übertragenen Touren und Wegpunkte. Eine solche Darstellungsart entspricht dem, wie man es von GPS-Empfängern ohne Kartendarstellung oder dem Programm ODGPS kennt. Auf Pocket PCs kann diese Art der "Karten" eventuell praktikabler sein als eine echte Kartenansicht, da das Display bei Sonnenlicht leichter ablesbar ist als eine zu detailreiche, kontrastarme Kartendarstellung.

Unter “Weitere Links” sind die Internet-Seiten der hier beschriebenen Software-Anbieter aufgeführt.

 

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